Förderung von Solaranlagen

Diese Neuerungen sollten Sie einkalkulieren

Sie planen, energieeffizient zu bauen oder umzubauen. Dann prüfen Sie auch, mit welchen Förderungen Sie für eine Solaranlage rechnen können. Sonnenenergie zu nutzen kann sich immer noch auszahlen.

Förderung Solaranlagen

Höhere Zuschüsse für Solarthermie-Anlagen

Solarthermie produziert Wärme, und entsprechende Anlagen bezuschusst das Bundeswirtschaftsministerium (BAFA) seit 2014 noch stärker als vorher. So ist zum Beispiel die Basisförderung für Sonnenkollektoren, die Heizwasser und Trinkwasser erwärmen, seit April 2015 von 1.500 Euro auf 2.000 Euro gestiegen. Für kleine Anlagen, die nur Trinkwasser erwärmen, gibt es wieder einen Zuschuss: 500 Euro als Basisförderung.  

Weniger Geld für überschüssigen Strom

Photovoltaik-Anlagen produzieren Strom. Die Einspeisevergütung war bisher das wichtigste Fördermodell für den Betrieb einer Photovoltaik-Anlage. Damit ist das Geld gemeint, das ein Betreiber erhält, wenn er seinen Strom in das öffentliche Netz einspeist. Mit dem neuen EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) von 2014 gibt es in der Regel weniger Förderung für überschüssigen Strom. Demgegenüber sind die Anschaffungskosten für jedes installierte kWp (Kilowatt Peak) erheblich gesunken: von anfänglich zirka 5.000 Euro im Jahre 2006 auf aktuell 1.100 bis 1.300 Euro.

Finanzierungszuschuss für Batteriespeichersysteme

Wenn Sie Ihre neue Photovoltaikanlage inklusive eines Batteriespeichersystems planen und zur Finanzierung einen KfW-Kredit nutzen, erhalten Sie unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss zur schnelleren Tilgung des KfW-Kredits. Dieser Finanzierungszuschuss beträgt 30 Prozent der förderfähigen Kosten des Batteriespeichersystems. KfW-Kreditanträge können Sie über Ihre Volksbank Niederrhein eG stellen.

Weitere Förderungen prüfen

Neben den Förderprogrammen des Bundes (BAFA, KfW-Bank) gibt es teilweise auch Förderungen auf Länderebene, von Kommunen oder Energieversorgern.
Eine Erstberatung bieten auch Verbraucherzentralen in Ihrer Nähe an. Hier erfahren Sie, welche Fördermöglichkeiten es für den Einsatz erneuerbarer Energien gibt und welche Technologien für Sie sinnvoll und wirtschaftlich sein könnten. Als Hauseigentümer zahlen Sie für diese Energieberatung einen Eigenanteil von maximal 5 Euro.

Fünf Grundregeln zur Solarförderung

  • Die Anlage muss zum Bedarf, nicht nur zur Förderung passen.
  • Die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaik-Anlage steigt mit dem Eigenverbrauch.
  • Geförderte Solaranlagen müssen bestimmte Standards erfüllen.
  • Stellen Sie Förderanträge vor dem Kauf.
  • Planen und arbeiten Sie nur mit Fachleuten zusammen.

Zuletzt aktualisiert am 9. Juni 2015.