Unser Anlagetipp

Ingo Retaiski stellt Ihnen den aktuellen Anlagetipp vom 22. März 2017 vor

15 Jahre Riester-Rente

Eine positive Bilanz

Trotz aller Diskussionen: Die Riester-Rente ist ein Erfolgsmodell. Sie erreicht einen großen Teil der Förderberechtigten und verkleinert Versorgungslücken. Weitere Verbesserungen machen die Riester-Rente noch attraktiver. Nach 15 Jahren kann sich die Bilanz der Riester-Rente durchaus sehen lassen: Mit rund 16,5 Millionen Verträgen sorgen heute bereits 40 Prozent der Förderberechtigen zusätzlich für ihr Alter vor. Diese Vorsorgelösung hat sich als Instrument der Altersvorsorge etabliert.

Eine aktuelle Studie von Professor Axel Börsch-Supan, einem Mitglied des Sachverständigenrates der Bundesregierung zur Riester-Rente, kommt zu dem Schluss, dass Riester heute die am weitesten verbreitete ergänzende Altersvorsorge in Deutschland sei. Das gilt besonders für Familien mit Kindern. 70 Prozent der Haushalte mit zwei oder mehr Kindern besitzen einen Riester-Vertrag, dies ein Ergebnis der Studie. Und auch in jüngeren Generationen werde Riester akzeptiert: In der Altersstufe der 18- bis 34-Jährigen besäßen 44 Prozent einen Riester-Vertrag, in der Altersgruppe der 35- bis 54-Jährigen sogar 50 Prozent.

Dies sind ermutigende Zahlen, denn die private Altersvorsorge wird gerade für jüngere Menschen immer wichtiger, da das Leistungsniveau der gesetzlichen Rente weiter sinken wird.
Ich finde es wichtig, dass die Riester-Rente stetig weiterentwickelt wird. So wurde bereits an einigen Punkten nachgebessert. Das neu eingeführte Produktinformationsblatt erhöht die Transparenz besonders hinsichtlich der Kosten deutlich und macht verschiedene Riester-Produkte besser vergleichbar. Eine weitere wichtige Verbesserung: die Riester-Rente wird nicht mehr vollständig auf die Grundsicherung angerechnet.

Vorteile der Riester-Rente sollten Sie in einem persönlichen Gespräch mit Ihrem Berater klären bzw. bei bestehenden Verträgen regelmäßig überprüfen lassen. Dieser „Riestercheck“ sollte regelmäßig durchgeführt werden, da Einkommen oder Lebenssituationen sich ändern.