Unser Anlagetipp

Willi Buschhaus stellt Ihnen den aktuellen Anlagetipp vom 15. November 2017 vor

Positive Aussichten für Rohstoffpreise

Nachdem die EZB Ende Oktober bekannt gab, nur sehr langsam aus der expansiven Geldpolitik aussteigen zu wollen, zeigten sich die europäischen Aktienmärkte sehr freundlich. Der Dax erreichte zwischenzeitlich mit 13.525 Punkten ein neues Allzeithoch. Das prognostizierte Wirtschaftswachstum für die Eurozone wurde erhöht. Die Eurozone wird nach Ansicht der EU-Kommission 2017 das kräftigste Wirtschaftswachstum seit 10 Jahren realisieren können und die Arbeitslosenquote werde auf den niedrigsten Stand seit 2009 fallen.

Zur Zeit weisen alle wichtigen Wirtschaftsregionen der Welt synchrones Wachstum auf. Dieses Bild spiegelt sich ebenfalls in der Preisentwicklung vieler Industrierohstoffe wieder. Eine Reihe von Industrierohstoffen weisen ein Angebotsdefizit auf. Das bedeutet, dass nicht so viele Rohstoffe gefördert wie nachgefragt werden. Somit werden die Lagerbestände abgebaut.

Zu bedenken gilt es, dass die Rohstoffpreise zwischen 2012 und 2016 so niedrig waren, dass viele Bergbaugesellschaften Minen aus Kostengründen schließen mussten und ihre Explorationsausgaben stark reduziert haben. Laut einer Studie einer großen Investmentbank sind die Explorationsausgaben auf ein 30-Jahrestief gefallen. Gleichfalls sinkt oftmals die Rohstoffausbeute in den bestehenden Minen. Einmal geschlossene Minen können in der Regel erst mit erheblichen Aufwand und zeitlicher Verzögerung erneut in Betrieb genommen werden. Für die Entwicklung neuer Minen werden bis zur Förderung 5 – 10 Jahre (oder länger) benötigt.

Ähnliche Entwicklungen deuten sich auch in der Ölbranche an. Im Ergebnis scheinen die Voraussetzungen für einen längerfristigen Rohstoffpreisanstieg gegeben. Somit dürfte es für spekulativ orientierte Anleger interessant sein, sukzessiv in substanzstarke Bergbauunternehmen Aktienpositionen aufzubauen.