Unser Anlagetipp

Willi Buschhaus stellt Ihnen den aktuellen Anlagetipp vom 12. Dezember 2018 vor

Börsen im Bann der Politik

In der letzten Woche nahm die Schwankungsintensität an den Börsen nochmals zu. Mit aufkeimender Hoffnung auf eine Annäherung im Handelsstreit zwischen den USA und China während des G-20 Gipfels in Argentinien, kam es Anfang letzter Woche zu einer deutlichen Kurserholung an den Aktienbörsen. Allerdings setzte schnell Ernüchterung ein, als bekannt wurde, dass auf Betreiben der USA in Kanada die Finanzchefin des chinesischen Telekommunikationsausrüsters Huawei festgenommen wurde. Das US-Justizministerium wirft ihr einen betrügerischen Verstoß gegen Iran-Sanktionen vor.

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China, die Konjunkturschwäche in vielen Schwellenländern, dazu die Unsicherheit um den BREXIT und der Haushaltstreit Italiens mit der EU sorgen für eine Verlangsamung der Weltwirtschaft. In Folge kam es zu einem starken Verkaufsdruck bei Aktien von konjunktursensitiven Unternehmen.

Mittlerweile gibt es zwar eine Reihe von Unternehmensgewinnwarnungen in diesem Sektor, allerdings erscheinen aus fundamentaler Sicht die Kursverluste zum jetzigen Zeitpunkt übertrieben zu sein. Gründe für diese Entwicklung sind wahrscheinlich im automatisierten Computerhandel, aber auch in dem hohen Kredithebel vieler Großspekulanten zu finden. Die kurzfristige Entwicklung an den Aktienmärkten dürfte sowohl von der Abstimmung über den Brexit-Plan der Premierministerin im Britischen Parlament als auch von der weiteren Geldpolitik der amerikanischen Zentralbank (19.12.2018) abhängen.

Im Ergebnis zeigt sich die markttechnische Situation weiterhin labil, allerdings erscheinen unter fundamentalen Gesichtspunkten eine Reihe von dividendenstarken Aktien zu stark abgestraft zu sein. Investoren sollten sukzessiv ausgewählte Aktien aufsammeln.